Wolkenrasen-Frauenwunder – zwei TieBreak-Siege des SVC 04

Sonneberg Volleyball-Ladys übertrafen sich selbst und machten Quantensprung auf Rang 8

Sonneberg. Die Frauen des 1. Sonneberger Volleyballclubs 2004 hatten  am Samstag ihren besten Spieltag in der Thüringenliga gegen die SWE Volleys Erfurt und den SVC Nordhausen, bezwangen den Tabellendritten und den Sechsten jeweils im Tie Break und kletterten auf den 8. Platz.

Man hatte sich bei diesem heimspieltag in der Sporthalle im Wolkenrasen zwar einen Sieg erhofft, aber dass es gleich zwei wurden, damit hatte niemand gerechnet. Nicht einmal die Alarmanlage in der Halle, denn die löste unerklärlicherweise im ersten Spiel aus und konnte nur mit Hilfsmitteln lautstärkenmäßig zurückgedreht werden.

Im ersten Satz konnten die Sonnebergerinnen  ihre Nervosität anfangs nicht ablegen, hielten dennoch mit und hatten auch in der Endphase die Nerven, um aus einem 18:21-Rückstand noch eine 24:22-Führung zu machen, den nächsten Punkt der Erfurter Damen, die mit Stadtke und Kirschbaum einen sehr hochgewachsenen Block hatten und bei denen vor allem Kapitän Hoffmann meist sichere Aufschläge zeigte, verkraften,  und dann doch den Satz noch mit mit 25:23 zu gewinnen, denn Erfurt versiebte den nächsten Aufschlag.

Im zweiten Satz dann ein katastrophaler Auftakt, man lag gar mit 1:11 in Rückstand, kam zwar nochmals auf vier Punkte heran, wobei Nadja Triebel und Anita Danz zwei Asse hatten. Doch mit 18:25 musste man den Satz abgeben. Ähnlich lief es im dritten Satz, der mit 20:25 an Erfurt ging, und der Optimismus in den Sonneberger Reihen dahin war. 

Doch die Mannschaft gab nicht auf, hielt im vierten Satz mit, hatte eine echt starke Phase, als man mit 21:23 in Rückstand kam, beim 23:24 und 25:26 zwei Matchbälle abwehrte, und unerwarteterweise mit 29:27 siegte, und damit nach Sätzen ausglich.

Der Tie Break begann mit einem 0:3-Rückstand, doch dann ging man selbst mit 6:3 in Führung, konnte diese jedoch nicht halten und kam mit 11:12 noch einmal in Rückstand. 

Trainer Christian Kökow feuerte unentwegt an, und die Nerven hielten plötzlich wieder stand. Cindy Petrausch hatte ein Ass und es war Matchball angesagt. Doch Erfurt glich erneut zum 14:14 aus, produzierte erneut einen Netzaufschlag, und nach der erfolgreichen Aktion von Anita Danz zum 16:14 brachen alle emotionalen Dämme, man hatte das Match noch gedreht, sich dabei aber voll verausgabt.

Nach einer Stunde ging es dann mit neuem Selbstvertrauen gegen Nordhausen mit seinem erfahrenen Erstligaspieler Liebold als Trainer.  

Im ersten Satz war das Team von Christian Köckow trotz des kräftezehrenden Spiels gegen Erfurt erneut nervenstark, siegte mit 26:24, musste aber den zweiten Satz mit 23:25 abegeben.

Auch der 3. Satz ging in die Verlängerung, die Sonnebergerinnen, körperlich geschlaucht, hielten dennoch durch, gewannen 27:25, um dann quasi zusammen zu brechen und den 4. Satz mit 8:25 fast kampflos abzugeben. 

Doch die Selbstmotivation durch den Trainer und die erstaunten Fans in der Halle führten dazu, dass es im Tie Break dann doch wieder eine Überraschung gab.Man siegte unter frenetischem Jubel mit 15:10, Cindy Petrausch zeichnete sich dabei nochmal aus, und der SVC 04 konnte damit den kollektiven Muskelkater erneut emotional überlagern.   

Viele der etwa 30 Fans in der Halle rieben sich verwundert die Augen. Damit hatte niemand gerechnet. Jasmin Lorenz, Sina Jacob, Cindy Petrausch, Miriam Ehrsam, Selina Höhn, Nadja Triebel, alle eingesetzten Spielerinnen, wuchsen über sich hinaus, lehrten auch den Südharzerinnen das Fürchten, stehen nun auf dem 8. Rang der Thüringenliga.

Die Angst vor der eigenen Courage wurde zweimal endlich bewältigt, und die Kurve für den Rest der Saison sollte nach oben zeigen. Auch beim Heimspieltag Anfang März, und in Eisenach, wenn der große Muskelkater dieser Woche vorbei ist,  sollten weitere Punkte möglich sein.- rom- 

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