Spielfreude prägt bei Isra ihr Volleyball-Engagement

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Sonnebergs Jugendteams mehrerer Altersklassen stehen in Frauenligen voll in der Saison

Sonneberg. Die Frauen des 1. Sonneberger Volleyballclubs 2004 hatten am Samstag letzter Woche Hochbetrieb. Während in der Thüringenliga in Nordhausen für die Frauen I die unerwartete Siegeswelle des Heimspieltages beim 1:3 ausgebremst wurde, machte die Zweite unter Trainer Enrico Herbert mit mehreren Spielerinnen der U 20 Nägel Köpfen, und fiebert nin dem Aufstieg in die Verbandsliga entgegen. Die dritte Mannschaft, vom Peter-Duo trainiert und komplett von den Mädchen der U 16 repräsentiert, fuhr zum Heimspieltag zwei Heimsiege gegen Römhild und Eisfeld (jeweils 3:0) ein.

Vereinsvorstand und Frauentrainer Christian Kökow hofft natürlich insbesondere für seine Frauen I auf weitere Saisonpunkte, und die Chancen dafür stehen ja in Eisenach und beim nächsten Heimspieltag nicht schlecht. Nur die Angst vor der eigenen Courage muss jede Spielerin für sich selbst überwinden, und das Wolkenrasenwunder sollte da Türen geöffnet haben.

„Ein starkes Team für eine starke Jugend“ – ist der Leitspruch des SVC 04, und mehrere Jugendteams, derzeit vorrangig bei den Mädchen, haben sich das auf die Fahnen geschrieben.

Und speziell auch Isra, die leider in Brandenburg bei der Endrunde der U 14 nicht spielberechtigt war, da sie einige Monate zu alt war, ist ein Beispiel für diese Einstellung. Sie war mit mehreren Spielerinnen, auf die das auch zutraf, bei der Endrunde dabei, jubelte mit den aktiven Spielerinnen dort und hätte so gern gespielt, denn durch ihre Größe, Blockstärke und ihren Spielwitz wird sie in dieser Saison neben Lilly Brehm und Lisa Oberender zu den Stützen in der U 16 gehören, denn da stehen die Saisonhöhepunkte im März mit der Regionalmeisterschaft sowohl in der U 16 wie auch der U 20 noch aus.

Doch es gibt natürlich keine Garantie, aber schon die Chance, erneut in eine bundesweite Endrunde einzuziehen. Etwas, was sich natürlich Peter Höhn und Peter Reißenweber auch sehnlichst wünschen, Enrico Herbert mit seine U 20 ebenfalls. Schade nur, dass beide Regionalrunden in verschiedenen Städten am gleichen Tag stattfinden, was den Sonneberger Verein etwas vor organisatorische Probleme stellen könnte.

Doch Isra ist guter Dinge, will so schmettern können wie eine ihrer Vorbilder, Lina-Marie Lieb, die als Sonneberger Mädchen in Dresden beim dortigen Olympiastützpunkt schon eine Deutsche Meistermedaille im heimischen Schrank hat, und die mittlerweile weiß, wie man in der 2. Bundesliga Frauen auch gewinnen kann – und die auch schon auf Spielprotokollen der 1. Frauen-Bundesliga des Dresdener SC stand.

Doch bis dahin ist es für Isra in Sonneberg, sie ist durch ihre freundliche Art in der Mannschaft und bei den Fans beliebt, natürlich noch ein weiter Weg.

Und so nimmt sie dankbar wie ihre Mitspielerinnen der U 16 an, bei den Frauen in der Bezirksliga mitspielen zu dürfen, und wenn es gut läuft, mit Lilly Brehm kurzzeitig auf dem Feld im Gleichklang Lambada zu tanzen, wie vor Wochenfrist beim Heimspieltag mit den zwei Siegen. Und in dieser Altersklasse kann man das noch gut unter aktiv gelebte Spielfreude, und nicht als Mißachtung des Gegners einordnen.

Die U16 Mädchen haben am 2. und 3. Februar einen Doppelspieltag, am Sonnabend bei den Frauen in der Frauen-Bezirksliga gegen Mannschaften der oberen Tabellenhälfte wie Suhl und Steinach, und am Sonntag in Jena als U16-Team den letzten Vorrundenspieltag der Thüringenmeisterschaft in Jena, für die Endrunde qualifiziert sind sie ja jetzt schon. Und die Mädchen, Isra insbeondere freut sich derzeit auf jedes Spiel, da sie an ihrer Angriffstechnik feilen will. – rom-