Poser-Gedenk-MixedCup hart umkämpft

Sonneberg (rom) 15 Mannschaften aus Thüringen und Oberfranken waren am Sonnabend in Sonneberg in der Lohau-Sporthalle am Start, teilweise mit symbolischen Fantasy-Namen.

Volleyball ist schon ein leistungsorientierter Sport, wie am Freitag auch der umkämpfte Firmencup in der Lohau-Halle unter Beweis stellte.

Einen Tag später beim Poser-Mixed-Cup, der von Landrat Hans.P. Schmitts und Bürgermeister Dr. Heiko Voigt  gemeinsam eröffnet wurde, stand der sportliche Kampf noch intensiver im Mittelpunkt, zumal auch einige höherklassig spielende Volleyballer in den teilnehmenden Mannschaften integriert waren.  

Gespielt wurde bei den 15 Teams in drei Vorrundengruppen, jeweils mit Zeitlimit gleichzeitig für alle drei Spielfelder, da sonst die Koordinierung eines solchen Turniers wegen der Eigenheit des Volleyballs,  entweder kurze Dreisatzspiele oder doppelt so lange Tie Break-Spiele berücksichtigen zu müssen, nicht möglich gewesen wäre.

Schon allein die Teamnamen der Mannschaften aus Thüringen, Bayern und Sachsen hatten es in sich. „Facial“ mit vorrangig sehr jungen Aktiven aus verschiedenen bayrischen Vereinen, oder „Alles geht – nichts muss“ aus Erfurt und Nordthüringen, „KK Tannenbaum“ mit Spielern/innen aus der der Spielzeugstadt, die „Volleybärenbande“, die „Drei Lulus – 3 Mumus“, das „Wolfsrudel“ aus der Region Nürnberg, der „Sauna-Club Stahlrohr“ das Team „400g Gehacktes und 8 rohe Eier“ (im normalen Leben die SG Rödental), „5 Kekse & 1 Krümel“, „Turbine Hohenwarte“, „Broken Fingers“, „Nei gebläut“ „Schlechtschmetterfront“, die „Invaliden“ und last but not least „Es reut änn“ waren mit Begeisterung bei der Sache, das Altersspektrum der Aktiven reichte von jugendlichen Heißspornen bis zu Routiniers jenseits der Fünfzig.

Während die Mannschaften aus dem Großraum Nürnberg, drei waren von dort am Start und Erfurt phasenweise das Niveau bestimmten, konnten sich Teams mit Sonneberger Aktiven nicht im direkten Spitzenfeld plazieren, ausgenommen die Mannschaft mit dem klangvollen Namen „KK Tannenbaum“,  denn die Aktiven aus der Gastgeberstadt Sonneberg waren auf zuviel Teams verteilt.  Die Begegnungen wurden von Runde zu Runde besser, man merkte in einigen Spielen die Spielfreude den Aktiven, die sich dann in großem Appetit an den Versorgungspunkten in und vor der Halle, wieder von vielen Helfern des SVC 04 vorbildlich organisiert,  direkt bei verschiedenen Begegenheiten an.

Zur Turnierfinalrunde gegen 19 Uhr, zwar nur noch von wenigen Fans live verfolgt, Sonnebergs Bürgermeister Dr. Heiko Voigt und seine Frau hielten aber heroisch durch, denn schließlich spielte im Siegerteam der eigene Nachwuchs mit, zeigte sich, dass die beiden Finalteilnehmer „Facial“ und „Alles Geht – nichts muss“ schon etwas tiefgestapelt hatten in den Vorrundenspielen.

Zeitgleich begannen auf den drei Feldern die Endspiele, in denen sich die „3 Lulus, 3 Mumus“ den 5. Platz vor dem „Wolfsrudel“ sicherten, und das Team „KK Tannenbaum“ die Ehre Sonnebergs mit einem Sieg über die „Volleybärenbande“ und dem Bronzeplatz sicherte.

Doch das Finale selbst hob sich vom Niveau her noch einmal richtig vom Spielgeschehen des Tages ab. Bayernliga-Spieler und Landesliga-Spieler aus Thüringen trafen in diesen Mixed-Duellen aufeinander, in jeder Spielphase mussten von den sechs Aktiven jeweils mindestens zwei Damen auf dem Spielfeld stehen, in den Vorrunden sah man sogar Spiele mit einer 50%igen Frauenquote.

Es ging sehr spannend zu, ganz knapp gewann „Facial“ die beiden Gewinnsätze des Finales, ein Satz endete 19:17 (15 Punkte reichten eigentlich zum Satzerfolg, doch zwei Punkte Abstand muss eben sein).

Und nachdem sich bestätigte, dass im bayrischen Team drei junge Aktive mit Regionalligapraxis vertreten waren, durfte man als Betrachter konstatieren, zumindest zeitenweise ein Match auf Regionalliganiveau gesehen zu haben. Es war nicht alles an diesem Tag nur Spaß-Volleyball, es gab Fights und einige Netzaktionen, vornehmlich im Finale, die zu spontanem Beifall animierten.Für Christian Kökow, seine Vorstandskollegen  und den SVC 04 insgesamt stehen in den nächsten Wochen weitere Highlights an. Aber dann geht es auf die Beach-Anlage im Stadion, wo es zwischen Juni und August neben verschiedenen Titelkämpfen in mehreren  Altersklassen auch einen Beach-Firmencup geben wird.

Ein Bericht von Rolf Müller.