Obwohl einige Spielerinnen der Sonneberger Thüringenligavolleyballerinnen durch Verletzung oder Krankheit geschwächt in diesen Punktspieltag gingen, präsentierten sich die Damen des Sonneberger Volleyballclubs (SVC) spielstark und bejubelten am Tagesende den jetzt auch rechnerisch sicheren Klassenerhalt. Dieser stand bereits nach dem ersten Spiel gegen Gotha fest, denn gegen den Mitaufsteiger aus der Residenzstadt gewannen die SVC-Mädels 3:1 und hatten damit genügend Pluspunkte auf dem Konto, um auch theoretisch nicht mehr auf den vorletzten Rang abrutschen zu können. Im zweiten Spiel des Tages war die Luft danach aber keineswegs raus und so kämpften die Damen von Trainer Ronny Heider vor einem begeisterten Publikum gegen den Tabellenfünften aus Schmalkalden um jeden Punkt, mussten sich schließlich aber der größeren Cleverness des Gegner geschlagen geben (1:3).
Doch der Reihe nach: Mit Spielbeginn gegen Gotha zeigten die Sonnebergerinnen um Kapitänin Doreen Nigbur eine konzentrierte Leistung, bei der die Annahme oftmals punktgenau zur Zuspielerin kam. Dadurch gelangen dann auch die sogenannten leichten Punkte über einen humorlosen Angriff, sodass Coach Heider keine einzige Auszeit einberufen musste (25:20). Auch im zweiten Durchgang scheiterten die Gothaerinnen oftmals am starken Block der Sonnebergerinnen, die den Gästen weiter ihr Spiel aufzwangen und deutlich gewannen (25:16). Eine Veränderung der Grundaufstellung auf Gothaer Seite aber sollte im dritten Satz noch einmal für Spannung sorgen. Die Spielzeugstädterinnen agierten jetzt ungewohnt nervös und leisteten sich zu viele leichte Annahmefehler, sodass Gotha deutlich davon ziehen konnte (7:18) – und auch die Zuschauertribüne verstummte zusehends. Fast schon wie durch ein Wunder ging trotz dieser vermeintlich aussichtslosen Situation ein Ruck durch das Sonneberger Team. Es wurde wieder um jeden Ball gekämpft, der Block stand auch wieder lückenlos und die Angriffe fanden einen erfolgreichen Abschluss. Die SVC-Mädels kämpften sich über das 19:22 bis auf 22:22 heran und schafften gar das Unmögliche: Beim 24:22 hatten die Spielzeugstädterinnen den ersten Satz- und Matchball. Doch zwei eigene verschlagene Aufgaben machten den Gast wieder stark, der diese Einladung natürlich auch dankend annahm und selbst den 27:25-Satzgewinn feierte. Nun reagierte Sonnebergs Trainer und stellte seine Damen um, die ihrerseits bemerkenswert reagierten. Auch wenn Gotha stets auf Schlagdistanz war, ließen sich die Spielzeugstädterinnen den wichtigen Heimsieg nicht mehr nehmen. Sonnebergs bester Spielerin war es vorbehalten, den Sack endgültig zu zumachen (25:23) - und so fackelte Antje Bätz auch beim letzten Angriff nicht lange und versenkte den Ball über die Mitteposition erneut hart und platziert.Das anschließende zweite Spiel des Tages musste nach der schnellen Sonneberger Führung (3:0) kurzzeitig unterbrochen werden, da sich eine Spielerin aus Schmalkalden nach einer unglücklichen Feldabwehr am Kopf verletzte und vom Spielfeld getragen werden musste. Zwar steht eine genaue Diagnose noch nicht fest, die Spielzeugstädterinnen wünschen natürlich aber auch auf diesem Wege gute Besserung. Von diesem Schock erholten sich die Damen aus Schmalkalden wesentlich besser und spielten trotz des zwischenzeitlichen Spielzeugstädter Ausgleichs (18:18) den eigenen Stiefel runter. Beim 25:21 wurden erstmals die Seiten gewechselt. Nach einem ausgeglichen Beginn im zweiten Durchgang setzten sich die Gastgeberinnen peu a peu ab und hatten beim 19:14 eigentlich eine Vorentscheidung herbeigeführt. Doch die Gäste bewiesen, warum sie auf dem fünften Tabellenplatz stehen und entschieden jetzt die langen und intensiven Ballwechsel wieder für sich. Für die Zuschauer an sich schön anzuschauen, entrissen die Gäste so den Sonnebergerinnen noch den sicher geglaubten Satzgewinn (20:25). Im folgenden dritten Satz hatten die Spielzeugstädterinnen nichts mehr zu verlieren und vielleicht deshalb mobilisierten die Damen noch einmal sämtliche Kräfte. Besonders Tanja Uthe und Teresa Wittig konnten dabei mit enormer Durchschlagskraft über die Außenpositionen überzeugen und schließlich einen durchaus verdienten Satzgewinn unter Dach und Fach bringen (25:22). Sollte es im vierten Satz doch noch eine Wende aus Sonneberger Sicht geben und dieses intensiv geführte Spiel erfolgreich enden? Die Antwort lautet leider nein. Auch wenn die Spielzeugstädterinnen erneut gut mitspielten, reichte am Ende vermutlich einfach die Kraft nicht mehr aus und Schmalkalden gewann deshalb sicherlich auch verdient diesen Satz mit 25:20 und somit auch das Spiel mit 3:1.In der Abrechnung aber können die SVC-Mädels stolz auf die gezeigten Leistungen sein, was auch die lautstarke Unterstützung von den Zuschauerrängen bestätigte. Kommende Woche müssen sich die Damen in Suhl beweisen, ehe es am 10. März zum letzten Heimspieltag der Saison kommt.
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Sonneberg: D. Nigbur, A. Bätz, C. Thomae, M.-L. Stegle, T. Uthe, R. Züchner, T. Wittig, C. Wünscher